Underwater ★★★★

Erst wollte ich hier etwas wegen des doch eher langweiligen Creature-Designs meckern. Ein Glück hat der Film selbst an einer Stelle dann aber diesbezüglich so krass nachgelegt, dass sich die Beschwerde darüber in Luft aufgelöst hat. Und selbst wenn nicht, wäre das auch kein Problem gewesen.

Underwater
ist wunderbar gefilmt und entfesselt den finsteren Schrecken der schwarzen Tiefe von der ersten Minute an. Ganz im Sinne des menschlichen Höher-Schneller-Weiter-Bestrebens geht es in Underwater tiefer, tiefer und noch mal tiefer. So tief, dass das Drehbuch gar keiner großartigen Logik bedarf, denn in den stockfinsteren Abgründen des Ozeans zerberst ob des Drucks eh jegliche Plausibilität. Das schüchtert ein, bedrückt, beängstigt und wäre wohl selbst ganz ohne Monster um ein Vielfaches gruseliger als viele andere Creature-Features.

Schade nur, dass ich Underwater im Kino verpasst habe; die furchteinflößende Finsternis des Meeresgrunds wirkt aber auch auf dem heimischen Bildschirm einwandfrei. Da brauch es keine ausgefeilte Story, vielschichtige Charaktere oder interlektuell aufgeladenen Schnickschnack - der Horror von Underwater funktioniert ohne all diese Versatzstücke von allein ganz intuitiv.

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